Kriminalität

Wer über Gesellschaft, Zusammenleben und Staat sprechen möchte, der kommt auch an der Kriminalität nicht vorbei. Keine Zeit und keine Gesellschaft, in der es keine Kriminalität gegeben hat. Das lässt die Frage offen, ob bisher einfach nur noch nicht die richtigen Gegenmittel gefunden wurden oder ob das schlichtweg der Natur nach ein Mindestmaß von Kriminalität geben muss. Das führt natürlich in erster Linie dazu, Kriminalität erst einmal zu beschreiben. Der Begriff ist nämlich fest mit Systemen verbunden, in denen es Gesetze und Rechte gibt, die für die Allgemeinheit gelten. Allerdings ist nicht gleich jeder kriminell, der mal ein Gesetzt überschritten hat. Beispielsweise macht einmal falsch parken noch keinen Kriminellen aus.

Es geht dabei auch mehr um Straftaten, durch die unmittelbar andere Menschen gefährdet werden. Genauso gibt es aber auch Kriminalität, durch die eher gesellschaftliche Probleme entstehen und jeder davon auf die ein oder andere Weise betroffen ist. Kriminalität tritt also nicht nur explizit dann auf, wenn gegen ein Gesetz verstoßen und eine Straftat begangen wurde, sondern auch dann, wenn Leute durch ein bestimmtes Verhalten geschädigt werden können. Davon ausgenommen sind natürlich auch Unfälle, allerdings entscheidet das Recht hier auch darüber, wie vermeidbar ein Unfall gewesen sein kann.

Es hat schon viele verschiedene Ansätze gegeben, um Kriminalität einzudämmen. Manche schwören dabei auf eine harte Hand des Staates, andere wollen eher an den Wurzeln anpacken. Und sicherlich kann zuweilen beides richtig und wichtig sein. Denn die Frage besteht auch, warum jemand kriminell wird. Oftmals spielt Unwissenheit eine große Rolle, manchmal kann es auch die absichtliche Abkehr von der Gesellschaft sein oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, die eben kriminell agiert. Gesellschaftlich ist also die oberste aller Pflichten, jedem Menschen Möglichkeiten zu bieten, damit Kriminalität eben nur eine von vielen Möglichkeiten wird und nicht die einzige.